A

    Arbeitnehmerüberlassungsvertrag
    Um eine vertragliche Grundlage zu schaffen wird zwischen dem Kundenbetrieb und dem verleihenden Zeitarbeitsunternehmen ein Vertrag geschlossen, der sogenannte Arbeitnehmerüberlassungsvertrag. Dieser Vertrag beinhaltet und sichert die Voraussetzungen für die anstehende Überlassung von Arbeitskräften.
    Arbeitszeitkonto
    Viele Unternehmen der Zeitarbeit nutzen ein Arbeitszeitkonto für ihre Zeitarbeitnehmer. Dieses Konto gestattet die Kontrolle der erarbeiteten Stunden die eine monatliche Arbeitszeit über- oder unterschreiten. Angesammelte Stunden können als Freizeit vom Arbeitgeber angeordnet oder vom Arbeitnehmer gefordert werden. Der entsprechende Stundenanteil dieser Freizeit wird mit dem Konto verrechnet. Für den Arbeitgeber ist das Arbeitszeitkonto ein wichtiges Instrument, um bezahlte Nichteinsatzzeiten zu verhindern. Der Arbeitnehmer kann sich auf diese Weise zusätzliche bezahlte freie Tage verschaffen, ohne das Urlaubskonto angreifen zu müssen
    Abwerbeverbot
    Das Abwerbeverbot ist eine Vereinbarung zwischen einem Zeitarbeitnehmer und dem Zeitarbeitsunternehmen, wonach der Wechsel des Zeitarbeitnehmers in einen Kundenbetrieb nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit dem Zeitarbeitsunternehmen untersagt ist. Das Abwerbeverbot ist in Deutschland nicht zulässig. In Deutschland wird zwischen Kundenbetrieb und Zeitarbeitsunternehmen ein Zeitraum vereinbart, nachdem der Kundenbetrieb den Mitarbeiter übernehmen kann.
    Agenturprinzip
    Das Agenturprinzip umschreibt die Verlagerung des Weiterbeschäftigungsrisikos vom Zeitarbeitsunternehmen auf den Zeitarbeitnehmer. Eine Synchronisation von Einsatz und Anstellungsdauer ist in diesem Fall nicht verboten (siehe auch: Synchronisationsverbot)
    Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis
    Das Vorliegen einer Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis ist in Deutschland Voraussetzung für das Betreiben der Arbeitnehmerüberlassung. Die Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis wird zunächst für ein Jahr befristet erlassen und kann dann jeweils auf Antrag zweimal für ein weiteres Jahr verlängert werden. Danach wird sie in der Regel unbefristet erlassen. Die Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis wird von den Regionaldirektionen der Bundesagentur für Arbeit erteilt
    Arbeitnehmerüberlassungsgesetz
    Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) regelt den Ablauf und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Zeitarbeit in Deutschland.
    Bauhauptgewerbe
    Zeitarbeit im Bauhauptgewerbe ist nicht zulässig, es sei denn, allgemeinverbindlich erklärte Tarifverträge, die diese Betriebe erfassen, gestatten dies. Somit würde eine Einigung zwischen Arbeitgebern und IG Bau das Verbot außer Kraft setzen. Die IG Bau mauert jedoch. Dies ist neben dem Werksverkehr die einzige gesetzliche Restriktion, was die Einsatzmöglichkeiten angeht. Seit 1982 gilt das Verbot gewerbsmäßiger Arbeitnehmerüberlassung in Betriebe des Baugewerbes für Arbeiten, die üblicherweise von Arbeitern verrichtet werden. Immerhin bewegen sich die aktuellen Regelungen am Rande der Inländerdiskriminierung: So darf eine Baufirma aus dem europäischen Wirtschaftsraum gewerbsmäßig Arbeitnehmer nach Deutschland in das Bauhauptgewerbe überlassen, wenn sie nachweislich seit mindestens drei Jahren Tätigkeiten ausübt, die unter den Geltungsbereich derselben Rahmen- und Sozialkassentarifverträge fallen oder fallen würden, von denen der Betrieb des Entleihers erfasst wird. Der Nachweis hierüber kann durch Vorlage einer Bestätigung der jeweils zuständigen Einzugsstelle für die Sozialkassenbeiträge des Herkunftslandes erfolgen.

B

    Betriebsrat
    Zeitarbeitnehmer dürfen in dem Kundenbetrieb, in dem sie eingesetzt sind, die Sprechstunden des Betriebsrates aufsuchen und an Betriebsversammlungen teilnehmen. Für die hierfür in Anspruch genommene Zeit muss das Zeitarbeitsunternehmen dem Mitarbeiter den Lohn weiter zahlen. Ist eine Überlassung von länger als drei Monaten in dasselbe Kundenunternehmen beabsichtigt, kann der Zeitarbeitnehmer auch an den Betriebsratswahlen teilnehmen.
    Bewerbermanagement
    Zeitarbeit bietet neben den klassischen Funktionen der Arbeitnehmerüberlassung in Motivation des Abbaus von Auftragsspitzen auch den Effekt des Nutzens als Bewerbermanagement. Hier kann sich das Kundenunternehmen einen Zeitarbeitnehmer für eine ganz konkret zu besetzendes Stelle vermitteln lassen und über Zeitarbeit einsetzen. Bei positiver Resonanz kann das Unternehmen diesen Zeitarbeitnehmer dann übernehmen, oder aber es gibt ihn zurück und lässt sich einen weiteren Arbeitnehmer schicken. In jedem Fall spart sich das Kundenunternehmen hierbei die Ausschreibungs- und Sichtungskosten.
    Bundesagentur für Arbeit (BA)
    Die Bundesagentur für Arbeit (BA) und hier insbesondere ihre Regionaldirektionen sind für die Überwachung der Zeitarbeit in Deutschland zuständig. Hierzu gehören die Überprüfung der Einhaltung der Regelungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes und die Erteilung von Arbeitnehmerüberlassungserlaubnissen. Vielfach bietet die BA Zeitarbeitsmessen in ihren Räumlichkeiten an.

C

    D

      Dreiecksverhältnis
      Als Dreiecksverhältnis bezeichnet man das Zusammenspiel der Akteure innerhalb der Zeitarbeit. Hierzu gehören der Zeitarbeitnehmer (ZAN), das Zeitarbeitsunternehmen (ZUN) sowie das Kundenunternehmen (KU). Der ZAN schließt mit dem ZUN einen Arbeitsvertrag ab, der alle einschlägigen arbeitsrechtlichen Leistungen enthält. Der ZUN schließt wiederum mit dem KU einen Überlassungsvertragab, der den Einsatz des ZAN beim KU regelt. Arbeitgeber und Dienstherr des ZAN bleibt in jedem Fall das ZUN.
      Direktionsrecht
      Zur Erfüllung seiner Aufgaben im Kundenbetrieb unterliegt der Zeitarbeitnehmer einem Direktionsrecht (auch: Weisungsrecht) des Kundenbetriebes, von dem im Wesentlichen Art und Form der Arbeitsinhalte sowie Ort und Zeit der Erbringung erfasst sind. Arbeits- und sozialrechtlich ist der Zeitarbeitnehmer jedoch nach wie vor dem Zeitarbeitsunternehmen zugeordnet.
      Disposition
      Als Disposition wird das Koordinieren und Zusammenbringen von Zeitarbeitnehmern und Einsätzen bezeichnet.

    E

      Einsatzdauer
      Der Einsatz umschreibt die Arbeit, die ein Zeitarbeitnehmer in einem Kundenbetrieb leistet. Da diese meist zeitlich beschränkt ist, ist auch der Einsatz meist nur für einen begrenzten Zeitraum vorgesehen. Nach dem Wegfall einer maximalen Überlassungsdauer ist ein unbegrenzter Einsatz zwar theoretisch denkbar – er kommt in der Praxis jedoch so gut wie nicht vor. 2015 soll eventuell eine maximale Einsatzdauer von 18 Monaten gesetzlich festgelegt werden.
      Einsatzwechseltätigkeit
      Eine Einsatzwechseltätigkeit liegt bei Arbeitnehmern vor, die an ständig wechselnden Tätigkeitsstätten eingesetzt werden. Die Tätigkeit der Zeitarbeitnehmer ist als Einsatzwechseltätigkeit anerkannt worden. Dabei ist es unerheblich, an wie vielen Tätigkeitsstätten der Zeitarbeitnehmer der Zeitarbeitnehmer im Laufe des Jahres wirklich zum Einsatz gekommen ist.
      Entleiher
      Als Entleiher wird in der Zeitarbeit das Kundenunternehmen des Zeitarbeitsunternehmens bezeichnet, das den Zeitarbeitnehmer ausleiht, bzw. an den der Mitarbeiter überlassen wird. Der Entleiher schließt mit dem Zeitarbeitsunternehmen einen Überlassungsvertrag, der die Einzelheiten und die Rahmenbedingungen der Arbeitnehmerüberlassung regelt.
      Equal Payment
      Unter equal payment versteht die Branche den Ansatz der gleichwertigen Bezahlung eines Zeitarbeitnehmers, in einer Höhe, wie auch der vergleichbar eingesetzte Stamm-Mitarbeiter im Kundenbetriebentlohnt wird. Das Problem hierbei ist, dass eine wertgleiche Entlohnung oft nur schwer zu erreichen ist, wenn etwa unterschiedliche Urlaubsansprüche, Gewinnbeteiligungen oder andere geldwerte Gehaltsbestandteile mit einzubeziehen sind. Im Grundsatz sieht das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz eine absolute Gleichbehandlung von Zeitarbeitnehmern nach equal payment und equal treatment vor, die nur durch Anwendung eines Tarifvertrages für die Zeitarbeit abgewandt werden kann.
      Equal Treatment
      Der Begriff des equal treatment bezeichnet die Gleichbehandlung des Zeitarbeitnehmers in Bezug auf die Arbeitsbedingungen im Vergleich zum vergleichbar eingesetzten Stamm-Mitarbeiter im Kundenunternehmen. Es geht über die Regelungen des equal pay noch hinaus und ist daher noch schwieriger umzusetzen. Im Grundsatz sieht das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz eine absolute Gleichbehandlung von Zeitarbeitnehmern nach equal payment und equal treatment vor, die nur durch Anwendung eines Tarifvertrages für die Zeitarbeit abgewandt werden kann.
      Erlaubnisurkunde
      Liegt eine Erlaubnis zur gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung vor, so wird diese in Form einer Erlaubnisurkunde dokumentiert. Das Datum der Erlaubniserteilung und die erteilende Erlaubnisbehör- de müssen in den Arbeitsvertrag übernommen werden. In der Regel hängt die Erlaubnisurkunde in den Büroräumen des Zeitarbeitsunternehmens aus.
      Externes Personal
      Als externes Personal werden die Zeitarbeitnehmer im Gegensatz zu den Mitarbeitern in Verwaltung und Geschäftsstellen der Zeitarbeitsunternehmen ( internes Personal) bezeichnet. Das externe Personal wird nicht in den Räumen des Zeitarbeitsunternehmens eingesetzt, sondern beim Kundenunternehmen .

    F

      Facharbeiter
      Facharbeiter werden auch in der Zeitarbeit immer intensiver gesucht. Da der Facharbeitermangel auch in Deutschland immer spürbarer wird, haben somit auch Zeitarbeitsunternehmen immer größere Schwierigkeiten, entsprechend qualifiziertes Pers onal bereitstellen zu können. Da der Anteil der Helfer in der Zeitarbeit bei etwa 30 % liegt, gilt im Umkehrschluss, dass 70 % der Zeitarbeitnehmer qualifi- zierte Tätigkeiten erfüllen.
      Flexibilität
      Wesentlicher Vorteil der Zeitarbeit gegenüber den herkömmlichen Beschäftigungsverhältnissen ist die Flexibilität . Mit Hilfe der Zeitarbeit können Unternehmen auf schwankende Auftragslagen flexibel reagieren.

    G

      Gleichbehandlungsgrundsatz
      Der Gleichbehandlungsgrundsatz im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz sagt aus, dass grundsätzlich equal payment und equal treatment zur Anwendung kommen müssen, es sei denn es wird ein Tarifvertrag für die Zeitarbeit vertraglich als Grundlage für die Entlohnung des Zeitarbeitnehmers vereinbart

    H

      Helfer
      Die Helfer stellen mit 30 % aller Zeitarbeitnehmern die größte einzelne Berufsgruppe. Allerdings be- deutet dies im Umkehrschluss auch, dass somit 70 % aller Zeitarbeitnehmer als qualifizierte Mitarbei- ter eingesetzt werden.

    I

      Integration
      Zeitarbeit eignet sich hervorragend zur Integration von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt. Etwa 70 % aller Zeitarbeitnehmer waren vor ihrer Arbeitsaufnahme bei einem Personaldienstleister nicht beschäftigt, etwa 61 % von ihnen arbeitslos.
      Internes Personal
      Internes Personal sind die Mitarbeiter, die in der Verwaltung und den Geschäftsstellen der Zeitarbeitsunternehmen eingesetzt sind. Sie verwalten und überlassen das externe Personal , also die Mitarbeiter eines Zeitarbeitsunternehmens, die per Zeitarbeit in die Kundenbetriebe überlassen werden.

    J

      K

        Kettenverleih
        Ketten -, Zwischen- oder Weiterverleih liegt vor, wenn ein Kundenbetrieb die ihm von einem Zeitarbeitsunternehmen überlassenen Zeitarbeitnehmer wiederum anderen Zeitarbeitunternehmen zur Arbeitsleistung zur Verfügung stellt. Dies ist nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz nicht gestattet.
        Klebe-Effekt
        Als Klebe-Effekt wird die Übernahme von Zeitarbeitnehmern in den Kundenbetrieb beschrieben. Nach Branchenerfahrungen liegt dieser Wert bei einem Drittel. Das heißt, dass statistisch gesehen jeder dritte Zeitarbeitnehmer aufgrund seiner Tätigkeit vom Kundenbetrieb abgeworben wird. Dieser arbeitsmarktpolitische Effekt blieb auch der Politik ni cht verborgen und sie versuchte sich diesen u.a. durch die Einrichtung der Personal-Service-Agenturen (PSA) zu Nutze zu machen. Diverse Konstruktionsmängel verhinderten jedoch, dass sich die PSA zu einem ähnlichen Erfolg smodell wie die private Zeitarbeit entwickelten. Die Branche weist jedoch imme r wieder darauf hin, dass arbeitsmarktpolitische Effekte ein positiver Nebeneffekt der Zeitarbei t sein könne, aber nicht ihre Hauptaufgabe darstellt.
        Kundenbetrieb
        Im Kundenbetrieb leisten die Zeitarbeitnehmer ihren Einsatz ab. Das Kundenunternehmen ist Vertragspartner des Zeitarbeitsunternehmens, das wi ederum den Zeitarbeitnehmer unter Vertrag hat. Dieses rechtliche Zusammenspiel nennt sich Dreiecksverhältnis

      L

        Leiharbeit
        Leiharbeit ist der etwas antiquierte, aber immer noch im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz festgelegte Begriff für die Zeitarbeit. In der Praxis und dem allgemeinen sprachlichen Gebrauch hat sich jedoch der Begriff Zeitarbeit durchgesetzt.

      M

        Master-Vendor
        Das Master-Vendor-Konzept beschreibt eine Form der Auftragserteilung bzw. Auftragserledigung durch die Zeitarbeitsunternehmen. Hierbei wird ein bestimmtes Zeitarbeitsunternehmen als Master-Vendor (kurz: Master) beauftragt, der sich seinerseits dann weiterer Zeitarbeitsunternehmen bedient, die dann ihrerseits an den Auftraggeber ihr Personal überlassen. Die Anfragen des Kunden laufen beim Master auf, der diese koordiniert und wenn nötig weitere Unternehmen beauftragt. Der Vorteil für den Kunden besteht darin, dass er nur einen Ansprechpartner hat, der sich für ihn um das weitere Prozedere kümmert. Der Master darf allerdings nicht seinerseits Zeitarbeitnehmer von einem anderen Zeitarbeitsunternehmen entleihen, um sie dann beim Kunden einzusetzen (Kettenverleih)

      N

        O

          On-Site-Management
          Beim On-Site-Management arbeiten die Personaldisponenten des beauftragten Zeitarbeitsunternehmens direkt beim Kundenbetrieb vor Ort und bearbeiten alle notwendigen Stellenbesetzungen durch externes Personal .

        P

          Personaldienstleistung
          Personaldienstleistung ist der Oberbegriff, unter dem sich Dienstleistungen wie Zeitarbeit, On-Site-Management oder Personalvermittlung fassen lassen.
          Personaldisponent
          Der Personaldisponent ist Ansprechpartner für Kunden von Vorgesetzter für die Zeitarbeitnehmer. Er koordiniert Anfragen, Einsätze und Anstellungen. Der Personaldisponent gehört zum internen Personal.

        Q

          Qualifiziertes Personal
          Etwa 70 % der Zeitarbeitnehmer sind nicht im Helferbereich sondern in Berufsfeldern eingesetzt, die eine Qualifizierung erfordern. Qualifiziertes Personal und hier insbesondere Facharbeiter werden verstärkt auch von den Zeitarbeitsunternehmen gesucht. Der Trend der Zeitarbeit entwickelt sich hin zu immer qualifizierteren Berufsfeldern.

        R

          S

            Stamm-Mitarbeiter
            Als Stamm-Mitarbeiter werden die Mitarbeiter in einem Kundenbetrieb bezeichnet, die dort angestellt sind. Das Prinzip des equal payment bzw. equal treatment orientiert sich an den Bedingungen, die für diese Stamm-Mitarbeiter mit vergleichbaren Aufgabengebieten gelten.

          T

            Tariföffnungsklausel
            Für Zeitarbeitnehmer in Deutschland gilt grundsätzlich equal payment. Hiervon kann nur abgewichen werden, wenn ein eigens für die Zeitarbeit abgeschlossener Tarifvertrag zur Anwendung kommt. Diese Möglichkeit nennt sich Tariföffnungsklausel .

          U

            Überlassungsvertrag
            Der Überlassungsvertrag wird zwischen dem Zeitarbeitsunternehmen und dem Kundenbetrieb geschlossen und bildet die vertragliche Grundlage für die Arbeitnehmerüberlassung (vgl. Dreiecksverhältnis)

          V

            Verleiher
            Verleiher ist ein veralteter Begriff für Zeitarbeitsunternehmen .
            Verleihfreie Zeit
            Die verleihfreie Zeit beschreibt die Zeiten, in denen der Zeitarbeitnehmer keinen Einsatz vom Zeitarbeitsunternehmen zugewiesen bekommen kann. Er bekommt in dieser Zeit sein Gehalt inklusive aller Sozialleistungen weiter ausbezahlt. Das Weiterbeschäftigungsrisiko liegt beim Zeitarbeitsunternehmen
            Verrechnungssatz
            Der Verrechnungssatz ist vom Kundenunternehmen an das Zeitarbeitsunternehmen für den Einsatz des Zeitarbeitnehmers zu entrichten.

          W

            Weisungsrecht
            Zur Erfüllung seiner Aufgaben im Kundenbetrieb unterliegt der Zeitarbeitnehmer einem Weisungsrecht(auch: Dirketionsrecht) des Kundenbetriebes, von dem im Wesentlichen Art und Form der Arbeitsinhalte sowie Ort und Zeit der Erbringung erfasst sind. Arbeits- und sozialrechtlich ist der Zeitarbeitnehmer jedoch nach wie vor dem Zeitarbeitsunternehmen zugeordnet.
            Wiedereingliederungsfunktion
            Die Wiedereingliederungsfunktion ist wie der Klebeeffekt zwar ein für die Arbeitnehmer positiver Arbeitsmarkteffekt, aber nicht das vornehmliche Ziel der Branche. Durch die Beschäftigung bei einem Zeitarbeitsunternehmen sind zuvor nicht erwerbstätige Personen bereits in den ersten Arbeitsmarkt integriert. Und die Zahl dieser Personengruppe nimmt zu: 62,5 % aller Zeitarbeitnehmer waren vor ihrer Tätigkeit arbeitslos, 8,7 % aller Zeitarbeitnehmer waren darüber hinaus noch nie zuvor beschäftigt gewesen, nutzen demnach Zeitarbeit als Erstbeschäftigung.

          X

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                Zeitarbeit
                Zeitarbeit ist eine moderne und flexible Dienstleistung für den Arbeitsmarkt. Zeitarbeitnehmer sind zumeist fest und in jedem Fall sozialversicherungspflichtig bei einem Zeitarbeitsunternehmen angestellt und werden von dort in wechselnde Tätigkeiten bei einem Kundenbetrieb überlassen. In Deutschland gibt es ca. 850.000 Zeitarbeitnehmer. Knapp 70 % aller Zeitarbeitnehmer waren vor ihrer Anstellung arbeitslos. Etwa jeder zweite Zeitarbeitnehmer ist als Facharbeiter angestellt, nur knapp ein Drittel sind klassisch als Helfer eingesetzt.
                Zeitarbeitnehmer
                Die Angestellten eines Zeitarbeitsunternehmens, die in Kundenbetriebe überlassen werden und dort ihre Arbeit verrichten, werden als Zeitarbeitnehmer bezeichnet (auch: externes Personal).
                Zeitarbeitsunternehmen
                Zeitarbeitsunternehmen sind Betriebe, die gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung betreiben. Ihr externes Personal wird an Kundenbetriebe überlassen und verrichtet dort seine Arbeit.

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